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Kolumne 1.177 vom 26.05.2026: Rebell gegen das Gefängnissystem26.05.26 (von maj) USA: Khalid Raheems Leben war geprägt vom Kampf gegen Masseninhaftierung
Mumia Abu-Jamal * Link zum Artikel in junge Welt Nr. 119 vom 26. Mai 2026: Bitte HIER klicken! Rebell gegen das Gefängnissystem Raheem verkörperte den großen Einfluss, den Malcolm X auf die Black Panther und andere revolutionäre Gruppen ausübte, deren Mitglieder wie er zum Islam übergetreten waren. Er schrieb über die Tage der Rebellion, des Widerstands und des revolutionären Kampfes als Mitglied der Black Panther sowie als politischer Gefangener in den Staatsgefängnissen von Holmesburg und Graterford, im Staatsgefängnis von Huntingdon, im Staatsgefängnis von Waymart und schließlich wieder in Graterford, das in früheren Zeiten als »die Farm« bekannt war. Während er wegen Raubüberfällen, um – wie er es selbst ausdrückte – Mittel für revolutionäre Bewegungen zu beschaffen, im Gefängnis saß, wurde er Zeuge des Aufkommens und der Ausbreitung dessen, was wir heute als Masseninhaftierung bezeichnen. Er war jung und daher empfänglich für die Aufsässigkeit und die Leidenschaften der Jugend. Unter den repressiven Bedingungen des Gefängnisses lehnte er sich naturgemäß auf und rebellierte unaufhörlich. Er wurde in die als das »Loch« bezeichnete Isolierzelle geworfen, in andere Gefängnisse strafverlegt und schließlich in das inzwischen geschlossene Zuchthaus Western Penitentiary in Pittsburgh, Pennsylvania, überstellt. Dort traf er auf alte Weggefährten aus Holmesburg und Graterford. Er versuchte weiterhin, sowohl seine politischen Lehren als Black Panther als auch seine spirituellen Lehren als Muslim in die Praxis umzusetzen. Über ein Jahrzehnt verbrachte er hinter Gittern. 1984 wurde er freigelassen und ließ sich später in Pittsburgh nieder, wo er sich in Initiativen für Frieden zwischen Straßenbanden einsetzte. Dort gründete er die »New Afrikan Independence Party«. Ich kannte ihn nicht unter dem Namen Raheem, wohl aber als Mitglied der »Black United Liberation Front« in Philadelphia – der BULF –, die vom ehemaligen Panther-Captain Reggie Shell angeführt wurde. Tatsächlich traf ich ihn in beiden Hauptquartieren an der Columbia Avenue an, als er noch unter dem Namen »Bird« bekannt war. Er war dünn wie eine Bohnenstange, hatte ein jugendliches Gesicht und ein Lachen, das von den Wänden widerhallte. Mit diesem jugendlichen Gesicht bleibt er mir in Erinnerung. Khalid Raheem, Revolutionär, Schriftsteller, Gläubiger, Community-Organisator und Aktivist, ist zur Urquelle zurückgekehrt. Unmittelbar nach Raheems Tod hatte sein Sohn Jamal die »baldige Beisetzung nach den islamischen Bestattungsriten in Übereinstimmung mit seinem letzten Willen« für den 17. Februar im Restland Memorial Park in Monroeville, Pennsylvania, bekanntgegeben. (jh) |
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