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Aufruf zur Liebknecht-Luxemburg-Demo am 12. Januar 2003

29.12.02 (von bt) Das Bundestreffen der Mumia Abu-Jamal Unterstützungskomitees ruft dazu auf, am 12. Januar 2003 in Berlin auf der Liebknecht-Luxemburg-Demo einen starken Block zu bilden, mit dem die Abschaffung der Todesstrafe und Freiheit für Mumia Abu-Jamal gefordert werden.

Freedom Now! Online Bulletin Nr. 14/1. Januar 2003

AUFRUF

Das Bundestreffen der Mumia Abu-Jamal Unterstützungskomitees ruft auf, sich an der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 12. Januar 2003 in Berlin zu beteiligen. Der Free-Mumia-Block schließt sich direkt dem VVN-BdA-Block (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) an.
Seit 1982 sitzt der ehemalige Black Panther Mumia Abu-Jamal in der Todeszelle in Pennsylvania, weil er einen Polizisten ermordet haben soll. Tatsächlich wurde er aber aus politischen Gründen verurteilt. Weil der als "Stimme der Unterdrückten - voice of the voiceless" bekannte Journalist zu viele unangenehme Wahrheiten ans Licht der US-amerikanischen Öffentlichkeit brachte, geriet er ins Visier eines Aufstandsbekämpfungsprogramms (COINTELPRO) des FBI, welches die Vernichtung der schwarzen Befreiungsbewegungen vorsah. Eine Unzahl von nachweislichen Verfahrensfehlern, Bestechungen von Zeuginnen und Zeugen, Beweisunterschlagungen seitens der Behörden, und nicht einmal das Geständnis des Auftragsmörders Arnold Beverly zur Tat, für die Jamal verurteilt wurde, genügen bis heute dafür, sein längst fälliges Wiederaufnahmeverfahren zu bewirken. Millionen Menschen weltweit konnten durch Initiativen, Demonstrationen, Unterschriftensammlungen, Konzerte und Informationsveranstaltungen für das Leben und die Freiheit Mumia Abu-Jamals die US-Regierung schon zwei Mal davon abhalten, ihn hinzurichten. Mit dem neuen Gouverneur Ed Rendell steht nun wieder ein Mann an der Spitze Pennsylvanias, der persönlich an Mumias Hinrichtung interessiert ist.
Obwohl am 18.12. 2001 die Nachricht durch die Medien ging, daß das Todesurteil für Mumia Abu-Jamal ausgesetzt wurde, ist der Kampf für seine Freilassung akueller denn je, da einerseits das Todesurteil noch nicht vom Tisch ist und ihm andererseits eine lebenslange Haftstrafe droht - ohne Chance auf Revision. Aber auch diese richterliche Entscheidung von Dezember 2001 ist noch nicht rechtskräftig, da Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung dagegen eingelegt haben. Deshalb ist in unmittelbarer Vergangenheit viel gemacht worden, um öffentlichen Druck zu erzeugen. So wurde ihm z.B. die Ehrenmitgliedschaft in der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen) verliehen.
Mit der traditionell am zweiten Januarwochenende stattfindenden LL-Demo wird der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedacht. Sie wurden am 15. Januar 1919 aufgrund ihrer konsequent anti-imperialistischen und internationalistischen Politik ermordet. Sie zu ehren, heißt den Kampf für eine menschliche Welt ohne Kriege aufzunehmen. Für diesen Kampf steht auch Mumia Abu-Jamal. Aus der Isolation des Todestraktes heraus erreichen uns regelmäßig seine kritischen Essays und Kolumnen gegen Krieg und Rassismus.
Am Vortag der Demo, dem 11. Januar, finden verschiedene Veranstaltungen statt. Eine davon ist die Rosa Luxemburg-Konferenz in der Humboldt-Uni. Wie schon in den letzten Jahren ist Mumia als Redner eingeladen - Eine Einladung, die er bisher nur mit schriftlichen Beiträgen aus der Todeszelle wahrnehmen konnte.
Freiheit für Mumia Abu-Jamal und alle politischen Gefangenen!
Weg mit der Todesstrafe!
Kommt alle zum bundesweiten Mumia-Block!

Treffpunkt:
Am 12. Januar 2003 um 10:00 Uhr
Berlin, U-Bhf. Frankfurter Tor,
mit Ziel Gedenkstätte der SozialistInnen

Oktober 2002: Mumia ist Ehrenmitglied der VVN-BdA
Im Oktober 2002 wurde Mumia die Ehrenmitgliedschaft der VVN-BdA verliehen. Mumia Abu-Jamal wurde damit in die Reihen der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, die unter den Nazis verfolgt wurden, aufgenommen. Angeknüpft wurde hiermit an die Tradition der internationalen Solidaritätsbewegungen für Sacco und Vanzetti in den 20er Jahren, das Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg in den 50ern oder Angela Davis in den 70ern, an denen sich viele Antifaschistinnen und Antifaschisten beteiligt hatten.

 
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